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Offenbarung Das 7. Programm Die Sieben ist seit Menschengedenken die Mystischste aller Zahlen: Sieben Himmel, sieben Weltmeere, sieben Kontinente. Sieben Plagen, sieben Todsünden, sieben Tage, sieben Köpfe. Von den sieben Samurai, den sieben Zwergen, bzw. Geißlein und den glorreichen Sieben ganz zu schweigen. Teilt man die Sieben, so ergeben sich immerhin noch vier Elemente und drei Tenöre. In seinem siebten Programm lädt Matthias Brodowy quasi als apokalyptischer Reiter zu einem Parforceritt durch Raum und Zeit: Von Adam bis Angela, vom Neandertal bis zum Neoliberalismus, von Aristoteles bis Adipositas, vom Urknall bis zum Untergang. Vergessen Sie Nostradamus! Entdecken Sie Zusammenhänge, von denen Sie bis heute nichts wussten! Und werfen Sie einen Blick in Ihre Zukunft! Wer weiß, warum was war, weiß, wie was werden wird! Dieser Kabarettabend ist skurril, verschroben, aber entklausuliert! 88 Töne umspielen die Sieben, auf dass den Worten auch Musik folge. Und am Ende öffnen sich die sieben Siegel und es erscheint: Brodowys geheime „Offenbarung“. Schwarz und Weiss und doch kein Schach Was Sie erwartet? Ganz viel Musik! Vollendetes, Unvollendetes und noch nie Veröffentlichtes; aus über 20 Jahren Kabarett, siebeneinhalb Programmen, einigem Unprogrammierten und nicht zu knappen Neukompositionen. Am Klavier sitzend gibt Brodowy, wenn er mal nicht singt, kolumnistische Kommentare, fingerspitzige Feinsinnigkeiten und garstige Geschichten zum Besten. Vor allem aber tastet er sich strategisch-melodisch von schwarz nach weiß und spielt doch kein Schach. Für Tiefgang an einem ganz speziellen Bass ist zupfend und streichend Carsten Hormes zuständig, der auch Bassist bei der Band „alea“ ist. Feurige Rhythmen auf der Cajon sowie traumhafte Gitarrenklänge im „Open-Tuning-Stil“ erzeugt Wolfgang Stute, der auch Heinz Rudolf Kunze musikalisch begleitet. Brodowy bekam 1999 aus den Händen von Hanns-Dieter Hüsch den ersten Niederrheinischen Kabarettpreis „Das schwarze Schaf“ überreicht. Er ist Preisträger des „Prix Pantheon, wurde von der Stadt Bad Ems für seine Gesangskünste mit dem Kabarettpreis "Emser Pastillchen für zwei Stimmbänder" ausgezeichnet und erhielt im März 2010 den Münsterländer Kabarettpreis „Der Kiep“. Die Zeitung „Die Welt“ schrieb über ihn: "Brodowy besticht durch größte Vielseitigkeit als selbstironischer intelligenter Musiker und Kabarettist." Bis es euch gefällt Höhepunkte aus sechseinhalb Programmen Seit 1989 steht er auf der Bühne, seit 1997 als Solist. Das Beste aus dieser Zeit zeigt er in diesem ganz besonderen Programm. Matthias Brodowy führt den Zuschauer zurück in die wunderbare Zeit des käferorangenen Wählscheibentelefons, als er im Blockflötenensemble ganze Seniorenheime tyrannisierte. Er erklärt als Bauchhintrainer, warum wir uns Übergewicht angesichts der wirtschaftlichen Lage unbedingt leisten müssen und bringt Teile einer längst verschollen geglaubten Mozartoper für Dicke zu Gehör. Auch seine mehr als skurrilen Albträume wirft er zwecks persönlicher Verarbeitung der Allgemeinheit zum Fraß vor. Eine temporeiche One-man-show, Texte und Töne in Laut und in Leise, Klassiker und Aktuelles, jenseits der Frage, ob das nun Kabarett oder Comedy sei. Es ist Brodowy, der Vertreter für gehobenen Blödsinn – der chief director for a high level bullshit.´ Allergie – Besser als nix Das hat er davon! Weil er der Warnung seines Arztes keinen Glauben schenkte, leidet Matthias Brodowy an einer „Schwarze-Tasten-Kontaktallergie“. Und er hatte schon mit Heuschnupfen, Neurodermitis und vor allem SFAR („Seeing Faces Allergical Reaction“) mehr als genug zu kämpfen. Kein Wunder, dass er unter der immunschwächenden Angst leidet, er könnte noch zum Hypochonder werden. Wird er so seiner beamteten Frau noch vor der Rente zur Versorgungslücke? Die BILD erklärte die Allergie zur Volkskrankheit, aber befindet sich Brodowy deswegen jetzt in besserer Gesellschaft? Allergie heißt übersetzt Fremdreaktion – bleibt also die Frage: Wer bin ich? Und wenn ich nicht bin, wessen Ich bin ich dann? Wie kann ich es herausfinden: Tabletten oder doch lieber Jakobsweg? Matthias Brodowy präsentiert mit seinem sechsten Solo mehr als einen Pollenflug über blühende und verblühte Landschaften. Er bleibt am Puls der Zeit, der sich irgendwo im „fatburner“-Bereich zwischen 120 und 140 einpendelt. Ratgeber und persönlicher Trainer für dieses Programm: Horst Schroth
"Der Mann kann beobachten, und er kann mit Sprache umgehen(...) In seinem neuen Programm "Offenbarung" zeigt Brodowy, dass Kabarett im Idealfall mehr ist als die Kunst, Leute zum Lachen zu bringen. Wenn er über Kinderarbeit in Asien spricht oder über den durchdigitalisierten Menschen singt, ist das durchaus beklemmend - doch es ist vor allem geistvoll, kritisch und pointiert. Stärker als bisher wendet er sich dem tagespolitischen Geschäft zu; dem Seehofer oder dem Guttenberg, diesem "Gelbomber der Bundesregierung". Und er hätte da auch eine Idee, was man mit all den Boni-Bankern machen könnte: "In Chile - den Schacht und die Kapsel gibt´s doch noch..." Seine größten Stärken jedoch spielt Brodowy am Piano aus (...) Im poetischen Stück "Carpe noctem" empfiehlt er allen, die abends nicht einschlafen können, als Laternenphilosoph durch die nächtlichen Straßen zu wandeln, "wie ein Bild, das Spitzweg vergessen hat zu malen". Man könnte glatt melancholisch werden, wenn Brodowy nicht auch als Kalauerfabrikant in Hochform wäre (...) Da bricht sich gelegentlicher Sarkasmus in rhetorischer Leichtigkeit, und gedankliche Tiefe wird mit gediegenem Edelblödsinn konterkariert. Manches erinnert bei der Premiere im Theatersaal Langenhagen an Max Goldt, manches an Heinz Erhard - und trotzdem findet Brodowy in diesem Wechselbad der Stile einen ganz eigenen Ton."
Simon Benne in der HANNOVERSCHEN ALLGEMEINEN ZEITUNG über die Premiere am 15.10.2010 im Theatersaal Langenhagen „Der Hannoveraner Kabarettist zeigte in der Vorpremiere seines siebten Programms Offenbarung im Lutterbeker amüsante und nachdenkliche Ein- und Ausblicke. Wenn er seine Texte vorträgt, erinnert er in Tempo, Gestik und Mimik nicht selten an Hanns Dieter Hüsch. (...) Wenn er jedoch als Bewusstseinsarchitekt am Flügel sitzend mit fester Stimme von Kinderarbeit in Kleidungsfabriken als moderne Form der Sklavenhaltung berichtet, wird es so still im Publikum, dass man den Kassenbon des Billigklamotten-Ladens fallen hören könnte.“ Kieler Nachrichten „Der 38-jährige bewies erneut, dass er zu den Großen der Kleinkunstszene zählt. Ein wacher, scharfzüngiger Beobachter. Und einer, der Lieder schreibt, witzig und ironisch, sanft und poetisch, kritisch und giftig.“ Wolfsburger Allgemeine
WIE ALLES ANFING Geboren an einem Julitag des Jahres 72 des vergangenen Jahrhunderts im vergangenen Jahrtausend in der Stadt Heinrichs des Löwen. Über Wolfsburg und Hildesheim schließlich Mitte der 70er in Hannover sesshaft geworden; Brodowy ist also quasi ein Hannoveraner mit Migrationshintergrund. Dort Schule besucht, Messdiener und Organist gewesen, Zivildienst abgeleistet und schließlich auch an der Leine studiert. NOTE FÜR NOTE 1976: Zur Silberhochzeit seiner Großeltern fordert der Vierjährige ein ums andere Mal die Band auf, sein Lieblingslied „Schmidtchen Schleicher“ (mit den elastischen Beinen...) zu spielen. Wie auf dem Foto zu erkennen, spielte er selbst auch auf. Diese Zeit wird später als seine „dissonante Phase“ in die Geschichte eingehen. Nachdem er sich dem Akkordeon autodidaktisch genähert hatte, folgte nun ein straffes musikalisches Regiment: Der Blockflötenunterricht. O-Ton Brodowy: „Es gibt für ein Kind nichts schöneres als in der Adventszeit in einem Pulk mit 70 anderen blockflötenden Kindern in die Altersheime der Stadt zu ziehen, um dort Menschen die Ohren voll zu fiepen, die sich nicht mehr dagegen wehren können!“ Mit neun Jahren kam dann endlich das langersehnte Klavier. Dadurch wird wohl der Grundstein zu seiner späteren Berufslaufbahn gelegt. Als Teenager verdient er sich sein erstes Geld als Schunkelbarde in Seniorenclubs und als Pianist bei einer Damengymnastikgruppe (kein Scherz!). Neben der Gitarre kommt als neues Instrument die Kirchenorgel und damit die nächste Einnahmequelle dazu. Mitte der 90er: Ausbildung zum nebenberuflichen Kirchenmusiker („C-Schein“-Organist und Chorleiter) und Tätigkeit als solcher. Nebenbei probiert sich Brodowy in verschiedenen Bands mal als Keyboarder, mal als Sänger, mal als E-Gitarrist. Es gelingt ihm allerdings nicht, ein zweiter Grönemeyer zu werden. DIE PROFILACHTICKER 1989 gründete sich in Folge einer Projektwoche ein Kabarettensemble an der Herschelschule, zu dem Brodowy mehr zufällig stieß. Dafür blieb er bis zum Schluss dabei. In den zehn Profilachticker-Jahren entstanden elf Programme. Da sich die Gruppe bis heute nicht offiziell aufgelöst hat, ist weiterhin mit allem zu rechnen. Es gibt durchaus ernst zu nehmende Verschwörungstheoretiker, die vermuten, dass die Profilachticker zusammen mit den Templern und Rosenkreuzern nach der Weltherrschaft streben. BERUF ODER BERUFUNG Nach seinem Zivildienst nimmt Brodowy sein Studium auf. Geschichte und Germanistik für das Höhere Lehramt, zwei Jahre später kommt als neues Hauptfach die katholische Theologie dazu. Auch wenn er durchaus gerne Beamter auf Lebenszeit geworden wäre, kann er nicht gegen seine Berufung an. Er entscheidet sich, das Hobby zum Beruf zu machen und wird Kabarettist. ...UND DANN KAM DAS "SCHWARZE SCHAF" Im März 1999 erhielt Brodowy von Hanns Dieter Hüsch den Kabarettpreis „Das schwarze Schaf“ (s. auch www.dasschwarzeschaf.com). Hüsch war damals Juryvorsitzender und Schirmherr des Wettbewerbes. Direkt danach ging Brodowy auf seine erste Deutschlandtournee. Im Jahr 2000 folgte als weitere Auszeichnung der „Prix Pantheon“ und kurz danach der Kabarettpreis „Sprungbrett“ des Deutschen Handelsblattes. Im Dezember 2000 war Brodowy der einzige Bühnengast bei Hanns Dieter Hüschs Abschied von der Tourneebühne im Adolfinum in Moers, Hüschs alter Schule. Neben allen Bühnenaktivitäten arbeitet Brodowy regelmäßig für Radio und Fernsehen. Für seine Kurzcomedy „Kochen mit Wok“ wurde er mit dem „radio-ffn-comedy-award“ ausgezeichnet. 2003 moderierte Brodowy zum ersten Mal im GOP Hannover ein Varieté-Programm. Weitere Conferéncier-Engagements folgten, u.a. bei Roncalli in Düsseldorf. Bis 2008 entstanden sechs Solo- und mit dem Puppenspieler Detlef Wutschik ein Duoprogramm. Für sein aktuelles Tourneeprogramm „Allergie – Besser als nix!“ stand ihm Horst Schroth als Coach zur Seite. BRODOWY PRIVAT „Privates soll eigentlich privat bleiben, deshalb das Wichtigste in kürze: Ich bin verheiratet, habe einen Sohn und eine Tochter. Noch mehr? Ich lese gerne, ich musiziere gerne, ich esse gerne! Damit ist das wichtigste gesagt. Ich sammle keine Briefmarken, habe überhaupt kein Händchen für Computer und andere technische Geräte und bin kein großer Sportler. Genau genommen gar keiner. Dafür bin ich ein Spieler: Doppelkopf, Skat und Gesellschaftsspiele, aber nur in netter Runde und vor allem nie am Rechner. Im Urlaub fahren wir gerne an die Nordsee – Föhr, Amrum, Helgoland. Letzteres haben wir mal 16 Tage im Winter erlebt; mit Schnee, dafür wegen Sturms für mehrere Tage abgeschnitten vom Schiffs- oder Flugverkehr. Großartig! Auf Helgoland haben wir auch 2004 in einer „Hummerbude“ standesamtlich geheiratet. Ich war noch niemals in New York, habe aber auch nicht die Absicht, dorthin zu müssen. Meine Lieblingsstadt ist Rom, wer mich kennt, den wunderts nicht.Italienisch ist auch unser bevorzugtes Essen, aber ebenso die gute schlesische Hausmannskost meiner Großeltern, z.B. Stampfkartoffeln mit Buttermilch – im Sommer eine Wonne! Überhaupt Kartoffeln. Wäre es nicht so sinnlos, könnt` ich mich in Kartoffeln reinsetzen. Naja, und dann gibt’s noch viel mehr zu erzählen. Aber das verbrate ich vielleicht mal irgendwann in einem meiner nächsten Programme...“
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