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Matthias Brodowy

Vertreter für gehobenen Blödsinn

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Matthias Brodowy

SACHEN GIBT’S

Matthias Brodowy – SACHEN GIBT`S

Das aktuelle Programm

Der ganze Scheiß mit den Fakenews begann doch, als die Dinosaurier Adam und Eva auffraßen. Dafür kannst du morgens jetzt gut gelaunt in den Badezimmerspiegel schauen, weil dich eine KI wie George Clooney aussehen lässt. In Thonotosassa stellten 115 Ziegen einen Weltrekord im Ziegen-Yoga auf und das stimmt tatsächlich, während es ein Gerücht ist, dass die Würde des Menschen unantastbar sei.

Was ist wahr? Was ist unwahr? Und wieviel Bauernschläue braucht der Mensch, um sich selbst nach ganz oben zu faken. (…)Wir können immer wieder nur feststellen: Sachen gibt’s… Der hannoversche Kabarettist Matthias Brodowy, ausgezeichnet u.a. mit dem Prix Pantheon, dem Gaul von Niedersachsen und dem Deutschen Kleinkunstpreis, präsentiert nun sein brandneues Programm. Wie immer komisch, philosophisch, nachdenklich und musikalisch.

Regie: Holger Stockhaus

Pressestimmen:

Wenigen Kabarettisten gelingt es, Flachwitz und Tiefsinn so in eins fallen zu lassen wie Matthias Brodowy…. Das neue Programm ist vielleicht eines der stärksten Brodowy-Programme - was auch daran liegt, dass er hier viel Persönliches von sich preisgibt…. Er blickt mit Skepsis auf eine virtuelle Welt, in der Scharlatane und Propheten wieder so leichtes Spiel haben wie einst im Mittelalter - HAZ & NP Hannover

Brodowy ist politisch, offensiv, überzeugte durch die Vielfalt seiner Themen und seine Musikalität - Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der Mann am Klavier ist ein Vertreter des poetischen Kabaretts, das dennoch die harten Fakten nicht ausklammert. Ein begnadeter Schnellsprecher, der ebenso virtuos die Tasten seines Pianos betätigte - Lübecker Nachrichten

Brodowy ist ein gewiefter Pointen-Ballistiker, der seine satirisch zugespitzten Spaß-Projektile mitten in die trübsten Gehirnschmalzareale seines Publikums lenkt - Göttinger Tageblatt

KLAPPSTUHL UND ICH

Matthias Brodowy – KLAPPSTUHL UND ICH

Satirisch-musikalische Lesung

„Alles fing an mit dem Hipster, der in den Gulli fiel. Oder nein, eigentlich begann alles mit einem burnout und der Feststellung, dass der Tag 36 Stunden haben müsse, was trotz aller Versuche, das Raum-Zeit-Kontinuum zu verbiegen, leidlich misslang. Dank eines schnäppchenjagenden Lateinlehrers fiel mir dann plötzlich dieser Klappstuhl in die Hände, der mir eines zeigte: Nichts ist satirischer als die Wirklichkeit!“ (M.B.)

Der Kabarettist Matthias Brodowy präsentiert mit seiner Lesung ein zeitlupiges Road-Movie mit schrulligen Charakterköpfen wie einem sehr spukanfälligen Bestatter, einem viel zu eng gekleideten Polizisten und einem äußerst ominösen Salsalehrer in einem badischen Café am Ende der Welt. Begleitet wird die Lesung von zahlreichen Gitarrenklängen und Ohrwürmern.

Matthias Brodowy erhielt von Hanns Dieter Hüsch den Kabarettpreis „Das schwarze Schaf“ und wurde u.a. mit dem „Prix Pantheon“, dem „Gaul von Niedersachsen“ und dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet. „Klappstuhl und ich!“ ist sein elftes Programm.

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung schrieb über die Premiere: „In ihrer verspielten Sprache erinnern die literarischen Miniaturen an Max Goldt, besonders wenn sich Brodowy in bizarren Betrachtungen von Details verliert oder in bester Kafka-Tradition Ungeheuerliches als selbstverständlich hinnimmt. (…) Das alles ist klug und poetisch, es ist eher Lesung als Kabarett. Brodowy ist ganz anders als sonst. Nur der Applaus seiner Fangemeinde ist so groß wie immer. Und das zu Recht.“ (Simon Benne, HAZ)

Klappstuhl und ich! Das Buch zum Programm gibt es hier

Dieses Programm wurde gefördert mit Mitteln des Landes Niedersachsen (Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur und „Niedersachsen dreht auf“)

MAXIMAL

Matthias Brodowy – MAXIMAL: Das Best-of

Das neue Best of Brodowy

Als Matthias Brodowy 1999 des Kabaretts wegen sein Lehramts-Studium abbrach, ging er maximales Risiko ein: Keine feste Verbeamtung, dafür Narrenfreiheit lebenslang! Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass ein einziger Buchstabendreher aus „Beamtung“ „Beatmung“ macht? Die Bühne ist Brodowys maximale Leidenschaft geworden. Zwölf Programme, drei Theaterstücke, fünf Bücher und über 120 Liedern sind seit damals entstanden. Das Beste aus all dem zeigt er an diesem Abend. Satirisch, literarisch, musikalisch, mit Augenzwinkern, Tiefgang, einem Hauch gehobener Albernheit - und alles MAXIMAL! Ein Best-of-Programm, nach dem das Publikum dem Protagonisten die Mitschuld am Lehrkräftemangel verzeihen wird. 1999 wurde Brodowy von Hanns Dieter Hüsch mit dem Kabarettpreis „Das schwarze Schaf vom Niederrhein“ ausgezeichnet. Es folgten weitere Kabarettpreise, darunter der Prix Pantheon und der Deutsche Kleinkunstpreis.

Vita

Matthias Brodowy – Vita

MEIN LEBEN BISLANG?

Geboren 1972 als eigentlich Wolfsburger in Braunschweig. Über Hildesheim nach Hannover gelangt, dort zur Schule gegangen und in der elften Klasse über eine Projektwoche auf die Brettlbühne gestolpert. Aus dem Projekt wurde eine AG, aus der AG ein Studentenkabarett. Von 1989 bis 1999 entstanden zehn Ensembleprogramme.

Weitere Ereignisse in diesem Zeitraum: Abitur (bin sehr gerne zur Schule gegangen), Zivildienst (meine lehrreichste Zeit im Leben, die ich niemals missen wollte), Studium der Fächer Geschichte, Germanistik und kath. Theologie auf Gymnasiallehramt (leider nicht abgeschlossen, weil das Kabarett zu übermächtig wurde - aber als Hiwi zweier Professoren mit wissenschaftlichem Arbeiten trotzdem gut vertraut) und Ausbildung zum nebenberuflichen Kirchenmusiker (Organist und Chorleiter abgeschlossen mit sogenanntem C-Schein).

1997 Versuch eines Sologramms und 1999 erster Preisträger des Kabarettwettbewerbs „Das schwarze Schaf vom Niederrhein“ und dank des Schirmherren und Juryvorsitzenden Hanns Dieter Hüsch auf die professionelle Bühne geworfen worden. Hüsch habe ich so unglaublich viel zu verdanken! Das Andenken an diesen menschenfreundlichen, humanistischen Kabarettisten und stillvergnügten Clown zu bewahren, wird mir immer ein tiefes Bedürfnis bleiben.

ES FOLGTEN ERSTE TOURNEEN,

weitere Kabarettpreise (u.a. der Prix Pantheon und das „Emser Pastillchen für zwei Stimmbänder“), Radiocomedy (dafür gab es den „ffn-comedy-award) und erste Engagements in Varietés (u.a. bei Roncalli in Düsseldorf und im Hamburger Hansatheater). Bis heute entstanden zehn Soloprogramme, ein Best-of und einige Projekte mit Kollegen.

Seit 2007 arbeite ich eng mit Detlef Wutschik und seinem Alter Ego Herrn Momsen zusammen. Zwei zeitlose komödiantische Theaterstücke sind seitdem entstanden, ein drittes ist in Arbeit. Es ist einfach wunderbar, mit Herrn Momsen auf Tournee zu sein.

Die Musik ist meine große Leidenschaft. Mit neun Jahren habe ich Klavier gelernt, dann kam die Gitarre dazu, die Kirchenorgel, das Akkordeon, aus der Wander- wurde eine E-Gitarre und an meinem Schlagzeug kann ich ich trommeln, ohne dass mich jemand ermahnt, doch bitte mal stillzusitzen.

2009 gründete ich konsequenterweise mit Carsten Hormes eine kleine Band, zu der kurz danach Wolfgang Stute dazu stieß und mit der wir bis heute in wechselnden Besetzungen auftreten. Höhepunkt war die Verleihung des Deutschen Kleinkunstpreises im Jahre 2013. Und sieben Jahre später gab es dann noch für das musikalische Programm den „Gaul von Niedersachsen“.

2016 erschien das erste von bislang drei Büchern, die ich mit dem Maler Ole West zusammen herausgegeben habe.

Soweit ein Teil meines Lebens in der gebotenen Kürze. Irgendwann erscheinen dann vielleicht meine Memoiren, aber dafür brauche ich noch ein paar Jahrzehnte Stoff. Dann verrate ich vielleicht auch etwas Privates (in Kürze: Verheiratet, zwei Kinder, ein Hund).

DAS EIN ODER ANDERE WAHRE ERLEBNIS

aus meinem Leben ist in meine Programme eingeflossen, manch anderes dort Erwähnte ist hingegen meiner Phantasie entsprungen. Die Bühne kennt seit jeher alternative Fakten, obgleich das Kabarett doch stets auf der Suche nach der Wahrheit bleibt. Manchmal jedoch liegt mehr Wahrheit im Fiktiven und im Realen so viel Lüge. In diesem Spannungsbogen steckt der Zauber des Theaters. Bleibt natürlich die immer wieder gestellte Frage: Bist Du Kabarettist oder Comedian? Ich bin Kabarettist, Comedian, gerne auch Komiker, Musiker, Literat, Conférencier oder schlicht Entertainer. Die Schublade ist mir egal. Ich stehe einfach leidenschaftlich gerne auf der Bühne!

Neben meiner Bühnentätigkeit ist mir ein ehrenamtliches Engagement in drei Bereichen besonders wichtig: Ich bin Schirmherr des Vereins nierenkranker Kinder e.V. Dialyse, Transplantation, Therapien, lange Krankenhausaufenthalte - Der Verein leistet eine wunderbare Arbeit für Kinder mit schweren Nierenerkrankungen, die auf Dialyse oder Transplantation angewiesen sind und für ihre Familien. Eine Arbeit, die ich von ganzem Herzen unterstütze.

ALS SCHIRMHERR DES AMBULANTEN HOSPIZ- UND PALLIATIVBERATUNGSDIENSTES DER MALTESER IN HANNOVER

versuche ich, die Idee der Hospizbewegung weiter bekannt zu machen. Ich finde es ein dringliches Anliegen, schwerkranke Menschen und Sterbende nicht alleine zu lassen, sondern sie zu begleiten, die Hand zu halten, mit ihnen zu weinen, aber auch zu lächeln oder sogar zu lachen. Ich bin immer wieder tief berührt von den Berichten der Ehrenamtlichen, wieviel Leben auch angesichts des Todes möglich ist.

Seit 2019 bin ich zusammen mit Margot Käßmann und Rainer Müller-Brandes Herausgeber des Straßenmagazins „Asphalt“. Seit Jahrzehnten ist „Asphalt“ für viele Menschen die Chance geworden, aus Obdachlosigkeit oder Armut herauszukommen. Der Verkauf einer solchen Zeitung gibt Arbeit und Würde, führt aber auch zu wichtigen sozialen Kontakten.

Diese drei ehrenamtlichen Tätigkeiten begleiten natürlich auch mein Denken und Schreiben für die Bühne. Weit wichtiger sind mir aber die menschlichen Kontakte, die mit den Jahren entstanden sind und die ich nicht mehr missen möchte. Ich habe durch viele Begegnungen und Gespräche sehr viel gelernt.

Hanns Dieter Hüsch hat es so formuliert: Ich bin gekommen Euch zum Spaß Und gehe hin wo Leides ist Und Freude Und wo beides ist Zu lernen Mensch und Maß

Schließen möchte ich, indem ich mich selbst zitiere: „Erinnerungen, die noch nicht stattgefunden haben, sind umgehend nachzuholen!“

Und jetzt die Biographie noch mal in ganz kurz: 1972 GEBOREN KABARETTIST GEWORDEN LIEBT SEINEN BERUF